Aller Anfang ist schwer…
Aber das war eigentlich nicht wild. Denn die nach Weißenfels gereisten Fans hatten auch nicht unbedingt mit einem sehenswerten Spiel
gerechnet. Man wusste ja schließlich, dass die Mannschaft erst seit 10 Tagen im Training war und bis dahin überwiegend Konditions- und Ausdauertraining auf dem Plan standen.
Und so wurden Mittmann und Co., die auf den verletzten Marcus Goree verzichten mussten, im ersten Viertel förmlich überrollt. Die MBC-Spieler wirkten von Beginn an griffiger, eingespielter und spritziger. So waren sie meistens einen Schritt schneller, die Systeme liefen besser durch und die Würfe vielen hochprozentig – vor allem von der neuen Dreipunktelinie. Mit 23:7 gingen die ersten zehn Minuten an die Hausherren.
Im zweiten Viertel lief es “ein wenig” besser für Visser, Cain und Kollegen. Aber richtig rankommen an den Gegner konnten sie nicht. Der Rückstand zur Halbzeit betrug schon 19 Punkte – was sich zum Glück mit Beginn des dritten Viertels ein wenig ändern sollte.
Das Zusammenspiel der Phantoms sah zunehmend besser aus. Wenngleich es immernoch oft hakte und nicht wirklich flüssig lief. Aber das Pick’n'Roll zwischen Hamilton und Visser funktionierte relativ gut. Und auch sonst besonnen sich Greer und Co. nun darauf, mehr über die Big Men Visser, Schneiders und Cain zu spielen.
Das zahlte sich aus, denn das Team konnte den Rückstand sukzessive verkürzen. In dieser Phase gefiel vor allem der Neuzugang und Doppellizenzspieler Milan Obradovic. Er ließ sich nicht unter Druck setzen, behielt weitestgehend Ruhe im Aufbau und verwandelte seine Freiwürfe sicher, so dass am Ende 9 Punkte für ihn zu Buche standen.
Auch in der Verteidigung standen die Phantoms jetzt besser und zeigten vermehrt, dass sie nun auch körperlich gegenhalten konnten. Allerdings zahlte sich die Defensivarbeit kaum aus, da die Weißenfelser gleich dreimal in Folge mit der letzten Sekunde von Jenseits der Dreipunktelinie trafen.
Das war schon ein wenig zermürbend und vor allem Neu-Phantom LaMarr Greer ärgerte sich lautstark darüber. War er doch bei zwei der drei Treffer der verteidigende Spieler. Obwohl Greer in diesen Szenen ein wenig unglücklich aussah und auch nur 1 von 7 Würfen aus dem Feld traf, machte er insgesamt einen guten Eindruck und scheint eine Bereicherung für das Team zu sein.
Mitte des letzten Viertels war absehbar, dass unser Team das Spiel nicht mehr würde drehen können. Zwar verkürzten die Phantoms den Rückstand noch auf neun Zähler. Aber die Dreipunktequote der Hausherren war zu gut und die Beine von Brandon Thomas und Kollegen einfach zu schwer. Und so ging der erste Test der Saison 2010/2011 mit 54:63 verloren.
Rückkehrer Kyle Visser trumpfte mit 14 Punkten als Topscorer auf und zeigte eine solide Partie. Aber auch Neu-Center Nick Schneiders bekam seine Chance und erzielte 5 Zähler. Er sorgte vielleicht sogar für den spielerischen Höhepunkt, als er ein etwas verunglücktes Alleyhoop-Anspiel von Hamilton gerade nur noch mit den Fingerspitzen erreichte, den Ball aber dennoch im Korb unterbringen konnte.
Für die Phantoms punkteten: Visser 14, Thomas 11, Obradovic 9, Hamilton 6, Schneiders 5, Cain 4, Greer 3, Mittmann 2, Frank Theis, Philipp Noch.
Bilder zur Fotogalerie vom Testspiel gibt’s HIER.
Tags: Test MBC



Schöner Bericht, super Fotos. Weiter so :-)
we try, we try… :)! und danke!!!