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Bittere Niederlage gegen den Tabellenzweiten

Written By: fb on Februar 25, 2011 No Comment

Was nützt es, wenn eine Mannschaft bis kurz vor Abpfiff einer Begegnung vorne liegt, dann aber durch eigene Fehler und taktisch unkluges Verhalten doch noch den sicher geglaubten Sieg aus der Hand gibt? Nur vier Tage vor dem Spiel gegen die Frankfurter sagte Trainer Sebastian Machowksi in der Pressekonferenz nach der Partie gegen Düsseldorf: “Es sollte jedem klar sein, dass man ein Spiel nicht  in der ersten Halbzeit sondern erst nach 40 Minuten gewinnt.”  Auch wenn Machowski dies in einem anderen Zusammenhang äußerte, geht es ungefähr mit der Fußball-Weisheit einher, dass ein Spiel 90 Minuten dauert – und will besagen, dass auch wenn ein Sieg noch so sicher erscheint, man diesen erst sicher hat, wenn ein Team nach Ablauf der Spielzeit wirklich mehr Punkte als der Gegner erzielt hat.

Als die New Yorker Phantoms im letzten Viertel der wichtigen Begegnung gegen die Hessen mit sieben Zählern führten, wähnten sich Zuschauer und Mannschaft schon in Jubellaune. Wer hätte gedacht, dass unser Team zum Schluss doch noch die Nase vorn haben würde, nachdem Skinn, Goree und Co. schlecht ins Spiel gestartet waren? Mit 2:16 lagen die Phantoms nach etwa fünf Minuten zurück. In der Defensive fanden sie zunächst kein Mittel gegen den stark aufspielenden Finnen Muurinen. Der Foward, bekannt als Kämpfer und guter Verteidiger, traf alles – Korbleger, Dreipunktewürfe, eben alles! Ihm zur Seite stand wie erwartet der aktuell beste Punktesammler der Liga: DaShaun Wood. Zwar war Wood nicht so dominant, wie viele es vielleicht erwartet hatten, aber er machte doch seine Punkte und führte sein Team.

Auf der anderen Seite dauerte es bei Goree und Co. seine Zeit, bis der Rhythmus gefunden war. Im ersten Viertel gelang es demzufolge auch noch nicht, den hohen Rückstand wieder wettzumachen. Aber mit Beginn des zweiten Spielabschnitts schien sich die Mannschaft zu fangen. Die Verteidigungsintensität war nun deutlich höher. Nach fünf gespielten Minuten hatten die Gäste gerade einmal fünf Punkte erzielt. Und in Spielminute 27 erzielte LaMarr Greer endlich den Ausgleich zum 26:26.

Auch im dritten Viertel blieb die Partie vollkommen offen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Und wenn eine mal mit ein paar Zählern davon gezogen war, legte die andere sofort wieder nach, so dass sich keiner entscheidend absetzen konnte. Deutlich wurde lediglich, dass in beiden Teams vornehmlich die Guards punkteten. Die Phantoms bekamen Goree zu selten ins Spiel und auch Anspiele auf Visser blieben Mangelware. Dabei wäre dies durchaus Erfolg versprechend gewesen. Denn die “Big Men” des Tabellenzweiten waren schon extrem Foul belastet und hätten nicht mehr allzu hart zugreifen dürfen. So ging die Begegnung aber mit 51:52 in die letzten zehn Minuten.

Zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe von Greer und ein verwandelter Wurf von Skinn sorgten im Nu für eine Fünf-Punkte-Führung unserer Mannschaft. Jetzt brodelte die Halle und alle witterten, dass ein Sieg drin sein würde – zumal bei den Gästen in dieser Phase wenig fiel. Als Goree dann zwei Freiwürfe verwandelte führten die Phantoms gar mit sieben Punkten bei noch sechs Minuten verbleibender Spielzeit.

Doch die Freude über diese Führung währte nicht lange. Denn die nächsten Angriffe konnten Hamilton & Co. nicht erfolgreich abschließen. Stattdessen fanden die Frankfurter um  Wood und Jimmy McKinney wieder ihr Zielwasser. Die Folge: Der Vorsprung schmilzte dahin, nach und nach, aber beständig. Nach fast vier Minunten ohne einen Korferfolg traf Greer wieder einen Dreipunktewurf zum 66:61. Und wieder waren die Phantoms auf der Gewinnerspur.

Als Kyle Visser einen Freiwurf zum 67:65 einnetzte, und der Tabellenzweite seine weiteren Möglichkeiten nicht erfolgreich abschloss, schien der Sieg perfekt. Bei nur noch 20 Sekunden schnappte sich Brandon Thomas einen Defensiv-Rebound und dribbelte den Ball in die gegnerische Hälfte. Nur noch zwölf Sekunden… und plötzlich verliert Thomas den Ball. Es folgte sofort eine Auszeit. Aber die Hessen nutzten dieses Momentum aus und erzielten durch Wood den Ausgleich. Weil Visser ihn bei seinem Korbleger auch noch foulte, erhielten die Gäste noch einen Freiwurf, den Wood ebenfalls traf. Jetzt stand es 67:68 für die Skyliners und den Phantoms blieben nur noch fünf Sekunden.
Der letzte Angriff der Begegnung lief über den starken Greer. Aber sein Wurfversuch verfehlte das Ziel. Zwar sah es so aus, als wurde der Routinier gefoult, doch blieb ein Pfiff der Schiedsrichter aus. Unter Buh- und Schieber-Rufen verließen die “Unparteiischen” sofort das Spielfeld.

Und so verlor unser Team am Ende ganz bitter und vor allem aufgrund von eigener unnötiger Fehler ein schon fast gewonnenes Spiel. Inwieweit sich diese Niederlage niederschlägt und vielleicht in den Köpfen festsetzt, wird sich bereits am kommenden Sonntag zeigen. Dann müssen die Phantoms bei den Eisbären in Bremerhaven ran. Ein Sieg dort wäre mehr als wichtig. Denn jetzt geht es in die heiße Phase der Saison. Jeder Sieg, jede Niederlage zählen jetzt quasi doppelt, wenn es um das Erreichen eines Playoff-Platzes geht.

Für die Phantoms trafen: Greer 25, Visser 10, Goree 9, Thomas 9, Skinn 7, Hamilton 5, Cain 2, Mittmann.

Wer sich ein Bild von der letzten fünf Sekunden machen möchte, kann das HIER tun.
Pressekonferenz
Highlight-Video der Skyliners
Scouting zum Spiel

Und wie immer an dieser Stelle auch die GALERIE zum Spiel.

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