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Ein Satz mit X…

Written By: fb on Oktober 25, 2011 No Comment

Ehrlich gesagt scheint es nur schwer greifbar, was am letzten Sonntag in der Stechert-Arena zu Bamberg passiert ist. Die Brose Baskets haben unser Team im wahrsten Sinne des Wortes demontiert. Mit einer Differenz von 40 Punkten haben sie Dennis, IMac und Co. aus der Halle geschossen. Und was für die Phantoms zur Schmach wurde, war für den Meister fast nur ein Trainingsspiel.

Zu deutlich führten die Gastgeber, und zu deutlich wiesen sie unserer Mannschaft die Schranken auf, als dass man noch hätte mitfiebern können. Bereits nach 15 Minuten war das Spiel schon entschieden. Dabei sagte Coach Sebastian Machowski noch vor wenigen Wochen, dass man ein Spiel nicht in der ersten Halbzeit gewinnen könne. Aber das geht anscheinend doch, wie die Bamberger eindrucksvoll demonstrierten. Was bei ihnen stimmte, stimmte bei uns nicht. Da kann man bei der Verteidigung anfangen und bei der Trefferquote aufhören. Fakt ist: Bei den Gastgebern lief alles wie aus einem Guss. Und unsere Phantoms mussten sich alles hart erarbeiten und das meistens ohne Erfolg.

Natürlich sind die Bamberger eine starke Mannschaft. Das haben sie nur zwei Tage vor unserer Partie gegen Zagreb gezeigt, in dem sie die Kroaten im Erstrundenspiel der neuen Euroleague-Saison ebenfalls mit 40 Punkten Unterschied abfertigten. Angesichts dieses Spiels konnte einem im Vorfeld schon etwas mulmig werden. Und vielleicht hätten Melzer, Mittmann und Kollegen besser daran getan, wenn sie sich dieses Spiel nicht als Vorbereitung angesehen hätten. So wurde man den Eindruck nicht los, als würde unsere Mannschaft erneut zögerlich reagieren, als hätte sie einfach zu viel Respekt vor diesem Gegner. Und von dem angekündigten Mut, den sie mit nach Bamberg nehmen wollten, war weit und breit nichts zu spüren.

Und so kam dann eins zum anderen. Während über unserem Korb ein Alley-Oop nach dem anderen einschlug, sackte unser Team immer mehr in sich zusammen. Als mitgereister Fan musste man schon fast neidlos anerkennen, dass der amtierende Meister in diesem Moment Basketball zelebrierte. Es war leider wirklich schön anzusehen, wie schnell der Ball rotierte, wie griffig jeder einzelne Spieler agierte und mit welcher Selbstverständlichkeit man als Kollektiv auftrat.

Schade war hingegen, dass nur noch wenig Gegenwehr von unserer Mannschaft zu spüren war. Sicherlich ist es schwer, angesichts eines so hohen Rückstands noch zu kämpfen. Aber selbst Kapitän Nils Mittmann befand nach dem Spiel, “dass man hier natürlich verlieren kann. Aber es ist eine Frage des WIE!” Die Mannschaft ist förmlich auseinander gefallen und der Kapitän wie auch Kulle bemängelten die Einstellung, die teilweise an den Tag gelegt wurde. Nils, der als Kämpfer vor dem Herren gilt und in den ersten beiden Saisonspielen durch starke Leistungen überzeugte, musste zudem die meiste Zeit auf der Bank sitzen und sich das Spiel von dort aus ansehen. Nicht, dass sein Einsatz den Rückstand verkleinert hätte, aber dann hätte man immerhin Herz auf dem Feld gesehen.

Aber das Spiel hatte auch Positives. So bekamen Daniel Theis und Dennis Schröder erneut Spielzeit. Beide Youngster machten ihre Sache ordentlich und punkteten auch. Ebenso war es schön zu sehen, dass Branko Jorovic zwar nicht seine Wurfstärke, dafür aber enorme Bissigkeit zeigen konnte. Selten gab er einen Ball verloren und ermahnte sogar Marcus Slaughter, sich angesichts des unsportlichen Fouls an Daniel Theis doch bitte bei dem Youngster zu entschuldigen. Das tat Slaughter natürlich nicht. Aber die Aktion von Jorovic war schon stark.

Insgesamt sollte man diese bittere Niederlage aber nicht überbewerten. Zwar war das wirklich nicht gut und Coach Machowski sagte in der anschließenden Pressekonferenz sogar, dass man mit dieser Leistung nicht einmal in der Liga bestehen könne. Aber wir haben unsere Phantoms in dieser Saison schon deutlich besser gesehen. Vielleicht ist es wirklich so, wie ein Forum-Schreiber auf schoenen-dunk.de schrieb. Der erklärte, dass derzeit alle Mannschaften “Pipi in der Hose hätten”, die nach Bamberg kommen. So ähnlich sah das bei den Phantoms auch aus. Aber wenn sie diese Unsicherheit im nächsten Spiel wieder ablegen, und eine Reaktion auf diese Pleite zeigen, dann sieht alles schon wieder anders aus. Denn sie können es ja, wie der Auswärtssieg in Oldenburg zeigte. Sie müssen nur an sich glauben und vor allem: besser verteidigen. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei und unterstützen unsere Phantoms bei der Mission “nächster Auswärtssieg”. Schließlich gilt: einer für alle, alle für die Phantoms! LET’S GO!!! (Es sind noch ein paar Plätze für die Fahrt nach Ludwigsburg frei. Wer noch mitfahren möchte, bitte bei uns melden!!)

Scouting zum Spiel

Pressekonferenz

Galerie zu Fahrt und Spiel

 

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