Hagen … schlagen????

Wir hatten alles dabei, was für einen Sieg nötig sein würde: Gute Laune, Glühwein, Weihnachtsmützen, kleine Geschenke für die Spieler und ein Aufmunterungsplakat für Nate Fox und Michael Hicks … 

Doch an diesem Tag half alles nichts. Und noch viel schlimmer. Bereits nach dem ersten Viertel war schon klar, dass unser Team nicht als Sieger vom Feld gehen würde. Denn die ersten zehn Minuten hatten Hamilton, Schaffartzik & Co. komplett verschlafen. Die Mannschaft lies sich vom Tabellenletzten vorführen, und zwar nach Strich und Faden.

Während bei den Gastgebern der absolute Siegeswillen und die dafür notwendige Aggressivität vorhanden waren, und sie unbeirrt zum Korb zogen und Punkte erzielten, trafen die Phantoms nichts und zeigten zu wenig Engagement. Hagen zog davon, angeführt von ihrem neuen Spielführer – dem in der Liga bekannten Michael Hakim Jordan. Dieser zog die Fäden, suchte seine Mitspieler unter dem Korb und fand sie. So machten Kale und Turek Punkt um Punkt, trafen freie Würfe, aber auch sehr schwierige. Ehe unser Team sich versah lag es nahezu aussichtlos zurück. 15:2 stand es nach nur fünf Minuten.

Brandon Thomas setzt sich durch.Mit einem Wechsel kam mehr Schwung in das Braunschweiger Spiel. Jason Cain zog immer wieder mit viel Willen zum Korb und war einer der wenigen, der den Kampf gegen die Hagener aufzunehmen scheinen wollte. Ihm zur Seite kämpften sich noch Heiko Schaffartzik und Brandon Thomas in die Partie.  Und so kam die Mannschaft doch wieder ran, langsam aber sicher.

In der zweiten Hälfte verpasste man erneut einen guten Start. Doch die Hausherren dominierten nicht mehr so wie zu Beginn des Spiels. Auf diese Weise konnte sich das Spiel ausgeglichener gestalten. Thomas hatte nun seinen Touch von der Dreipunktelinie gefunden und Heiko Schaffartzik stand ihm in Nichts nach. Aber jedes Mal, wenn man dachte, man könne nun aufschließen, machten die Hagener um Griffin und Kale der Aufholjagd einen Strich durch die Rechnung.

Im letzten Spielabschnitt gelang es den Phantoms doch noch, näher ranzukommen. Bis auf vier Punkte konnten Cain und Kollegen den Abstand verkürzen. Allerdings sorgten erneut unnötige Fehler in den eigenen Reihen dafür, dass Hagen sich wieder mehr absetzen konnte. Mit 95:85 gewannen die Gastgeber am Ende und wir mussten das Resümee ziehen, dass das Motto „Hagen schlagen“ nicht gefruchtet hatte und stattdessen Weihnachtsgeschenke an den Tabellenletzten verteilt wurden.

Wir musste ein wenig überlegen, ob die Phantoms denn nun auch unsere kleinen Präsente verdient hatten. Aber wenn man die Mannschaft nicht in solchen schweren Momenten unterstützt, wann denn dann? Und als eine Belohnung hat wohl keiner der Spieler die selbst gemachten Kekse betrachtet. Aber wir hoffen, dass sie die Rückfahrt doch ein wenig versüßen konnten….

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