Ins Schlittern geraten

Mit zwei Minibussen und insgesamt 17 Personen machten wir uns auf den Weg nach Düsseldorf. Gute drei Stunden sind es „eigentlich“. Doch bereSupporter at work!its nach wenigen Minuten auf der Autobahn machte einem der beiden Busse die Scheibenwaschanlage zu schaffen. Sie war eingefroren. Dies hatte zur Folge, dass die Frontscheibe grauer und grauer wurde. Also musste ein vorgezogener Stop her. Und dank des zahlreich vorhandenen Schnees konnten die Scheiben damit auch schnell wieder gereinigt werden.

Allerdings änderte dies nichts an den zugefrorenen Leitungen der Waschanlage. Zum Glück lies der darauf folgende Halt nicht all zu lange auf sich warten. Und so musste dann am Rasthof Gütersloh der warme Kaffee herhalten. Rasch über die Leitungen gekippt, löste sich dann auch die eisige Flüssigkeit und die Scheibenwischer konnten wieder für saubere Scheiben garantieren. Ein wenig länger unterwegs als angedacht, kamen wir aber wie immer eine gute Stunde vor Spielbeginn am Castello in Düsseldorf an. Schnell die Karten geholt, dann die Trommeln abgestellt und schon ging es los…

Die Mannschaft von Coach Sebastian Machowski startete wie zuletzt mit Hamilton, Schaffartzik, Thomas, Cielebak und Idbihi. Ein Angriff über Idbihi führte dabei gleich zu den ersten beiden Punkten. Und so war das Spiel der Braunschweiger auch in den folgenden Minuten stark auf seinen Center-Spieler ausgelegt. Im Gegenzug dazu suchte Düsseldorf – wie es zu erwarten war –  sein Glück von jenseits der Drei-Meter-Linie. Mit Erfolg! Denn sie netzten ein Dreipunktewurf nacheinander ein, während die New Yorker Phantoms noch nach der richtigen Verteidigungsstrategie suchten. Eh man sich versah lagen Hamilton & Co. mit zehn Punkten zurück und gingen damit auch ins zweite Viertel.

Mit Beginn des zweiten Viertels kämpften sich die New Yorker Phantoms wieder ein Stückchen ran. Doch der mittlerweile stark aufspielende Koko Archibong und sein kongenialer Kollege Brant Bailey machten es unserem Team schwer, so richtig auf Tuchfühlung gehen zu können. Markierte Idbihi zwei Punkte, lies die Antwort der Düsseldorfer nicht lange auf sich warten. Und so lagen die Mannen von Coach Machowski auch zur Halbzeit mit 48:39 deutlich zurück.

Mit Beginn des dritten Spielabschnitts kamen die Phantoms besser ins Spiel. Sie knabberten mühselig Punkt um Punkt vom Vorsprung der Gastgeber ab. Eine griffige Verteidigung von Heiko Schaffartzik und John Allen sorgte dafür, dass die Düsseldorfer nicht mehr alle Angriffe erfolgreich abschließen konnten. Yassin Idbihi war in der Offensive nach wie vor ein Punktegarant und bekam mit Fortlauf der Begegnung Unterstützung von Kevin Hamilton. Der Pointguard, der in den letzten Spielen nicht so stark agierte und in einem kleinen Tief zu stecken schien, erzielte Punkt um Punkt und traf dabei auch so genannte „Buzzer“ – Würfe, die mit der letzten Sekunde treffen. So dann auch sein letzter Wurf, der unser Team nach dem vierten Viertel in die Verlängerung brachte. Spannender konnte das Spiel kaum sein!

Und die Braunschweiger starten gut in die zusätzlichen fünf Minuten Spielzeit. Ein 5:0-Lauf schien sie nun auf die Gewinnerstraße zu bringen. Doch Bailey und Whiting wussten auf Seiten der Gastgeber zu kontern und verwandelten jeweils ein Dreipunktespiel. Somit war die Führung wieder weg. Und es kam leider noch ein wenig schlimmer. Denn durch unnötige Ballverluste gaben die Phantoms den Giants die Möglichkeit, ihren minimalen Vorsprung weiter auszubauen – was sie auch taten. Hamilton war es erneut, der seine Mannschaft wieder ranführte und neun Sekunden vor Schluss mit einem Zweipunktewurf zum 78:78 ausglich.

Nach einer Auszeit entschied sich unser Team, auf eine gute Verteidigung zu setzen. Dies funktionierte auch – bis der Düsseldorfer B.A. Walker sein Herz in beide Hände nahm, zum Korb zog und zwei Sekunden vor Ablauf der Spielzeit den Ball im Korb unterbrachte. Damit war die Niederlage für die Phantoms besiegelt und das ständige Aufbäumen hatte sich erneut nicht ausgezahlt.

Ein wenig enttäuscht machten wir uns auf den Heimweg, der sogar noch länger werden sollte, als die Hinfahrt. Denn fortwährender Schneefall führte zu verschneiten und spiegelglatten Straßen. Die Konsequenz: Wir fuhren mit Tempo 60 km/h auf der Autobahn nach Hause und erreichten die Heimat dann nachts um 2.15 Uhr.

Weiter zur Bildergalerie