Phantoms im Wirrwarr – Fan-Unterstützung jetzt besonders gefragt

Die Saison geht in die entscheidende Phase und das Pokalwochenende steht vor der Tür. Da kann man schlechte Spiele und Nachrichten eigentlich nicht gebrauchen. Doch genau diese beiden Fälle sind bei den New Yorker Phantoms eingetreten. Cheftrainer Sebastian Machowski hat sich gegen ein weiteres Engagement bei den Phantoms entschieden und wird stattdessen ab der kommenden Saison die Oldenburger trainieren. Dass diese Entscheidung eine mehr oder minder riesige Welle der Empörung bei vielen Fans ausgelöst hat, verwundert nicht. Denn zum einen ist der Zeitpunkt dieser Verkündung kurz vor dem Top Four und den letzten entscheidenden Spielen unglücklich gewählt. Und zum anderen muss unser Team selber noch gegen die Westniedersachsen antreten und befindet sich mit ihnen im direkten Kampf um einen Playoff-Platz.

Die Beweggründe von Sebastian Machowski, keine weitere Saison in Braunschweig dranzuhängen, erscheinen allerdings nachvollziehbar. Denn die Oldenburger verfügen über einen wesentlich höheren Etat, haben dadurch andere und mehr Möglichkeiten und sind international ambitioniert. Zudem wird unserem Headcoach klar sein, dass er sich in Zukunft an den Erfolgen der letzten Jahre würde messen lassen müssen, diese vielleicht aber nur noch schwer zu toppen sind. Mit anderen Worten, die Erwartungshaltung würde wachsen und mit ihr vielleicht auch der Druck zu versagen. Nichts desto trotz… für unser Team kommt diese Entscheidung sicherlich genauso überraschend wie für das Management und die Fans.

Ob und inwiefern das Einfluss auf IMac und Co. hat, kann allerdings nur gemutmaßt werden. Denn Kapitän Nils Mittmann hatte im Interview mit der Braunschweiger Zeitung gesagt, dass Mannschaft wie Trainer nach wie vor das gleiche Ziel verfolgen würden und die Entscheidung des Coaches einfach zum Geschäft des Profi-Sports gehöre. Wäre da nur nicht kurz nach Bekanntgabe der Nicht-Verlängerung diese bittere Niederlage gegen den Tabellensechszehnten Phoenix Hagen gewesen…

In diesem eigentlichen Vier-Punkte-Spiel wirkte die gesamte Mannschaft gedanklich woanders, uninspiriert und phlegmatisch. Zu keiner Zeit in dieser Partie sah man unser Team richtig kämpfen oder wenigstens ein kleines Aufbäumen. Stattdessen schien es, als würde man sich mehr oder weniger seinem Schicksal fügen und ließ sich von den Hagenern abschießen. Auf den Willen und Biss des Heimteams hatten Rich Melzer und Kollegen zu keinem Zeitpunkt eine Antwort parat. Vielmehr wurden überhastet Würfe genommen, die Systeme nicht durchlaufen und in der Verteidigung hinterher gelaufen. Hat man das Spiel selber vor Ort gesehen, so wird man es mit dem Prädikat „bedenklich“ versehen müssen. Allerdings haben unsere Phantoms in dieser Saison schon manch ein schlechtes Spiel abgeliefert und sich anschließend dann doch wieder deutlich gefangen. Und deshalb bleibt jetzt abzuwarten, wie sich die Mannschaft beim Top Four in Bonn präsentiert.

Für uns ist jedoch eines klar: wir werden das Team nach allen Regeln der Kunst unterstützen. Denn jetzt gilt es und zwar mehr denn je zuvor in dieser Saison. Wir wollen diesen Pokal und wollen ihn gebührend mit unserer Mannschaft feiern. Und wir wollen den derzeitigen Komplikationen trotzen und auch in die Playoffs einziehen. Denn auf alles Geschehene wäre das die beste Antwort!!!!

In diesem Sinne: Let’s Go Phantoms! Let’s get this CUP!

Interview aus der Braunschweiger Zeitung mit Sebastian Machowski

Artikel zum Spiel in Hagen aus der Braunschweiger Zeitung

Galerie zum Spiel von Eberhard

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