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Phantoms überrollen den MBC, schwächeln aber gegen Hagen

Written By: fb on April 12, 2011 No Comment

Nach dem Top Four in Bamberg und der mehr als knappen Niederlage unserer Phantoms, war mit Spannung zu erwarten, wie sich das Team gegen den MBC aus Weißenfels präsentieren würde. Würde die Mannschaft noch an der Niederlage gegen Bamberg zu kauen haben? Oder würde sie sich wieder vollends auf den Liga-Alltag und damit verbunden auf die Qualifikation für die Playoffs konzentrieren können?

Es dauerte nicht lange, bis Goree, Greer, Hamilton und Kollegen keinen Zweifel daran ließen, mental wieder voll im Playoff-Rennen angekommen zu sein. Unser Team war von Beginn an die Spiel bestimmende Mannschaft. Und der MBC fand kaum einen Rhythmus. Schon nach dem ersten Viertel führten die Phantoms mit 22:13. Dabei hatte fast jeder Spieler schon einmal getroffen.

Deutscher Nachwuchs mit viel Spielzeit

Als Brandon Thomas im zweiten Spielabschnitt gleich neun Punkte in Folge erzielte und die Führung nunmehr 16 Zähler betrug, zögerte Coach Machowski nicht mehr lange und wechselte Phillip Noch ein. Noch hatte in den letzten Wochen kaum Spielzeit erhalten, fügte sich aber nahtlos ins Geschehen ein. Zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe des jungen Deutschen und noch ein weiterer oben drauf von LaMarr Greer bedeuteten die 47:20-Führung für unser Team.

Es flutschte geradezu. Egal, was die Phantoms machten. Und weil der MBC auch sichtlich von der Rolle war und bei den Gästen rein gar nichts zusammenlief, behaupteten Cain, Mittmann und Co. den hohen Vorsprung ohne Probleme. Das spielte Machowski in die Hände, der neben Noch nun auch noch Jusuf ElDomiaty einsetzte. Zwischenzeitig standen mit Mittmann, Schneiders und den beiden Nachwuchsspielern vier Deutsche gleichzeitig auf dem Feld. Das hat man selten erlebt!

Besonders schön war dabei, dass mit ElDomiaty und Noch auf dem Feld kein Stocken in die bisherige Partie kam. Noch punktete weiterhin und als ElDomiaty auch noch einen Dreipunktewurf versenkte, jubelte die Halle.  Schneiders krönte den Auftritt der Deutschen mit einem verwandelten Alley-Oop-Anspiel und ließ es ordentlich krachen. Auf der Bank hingegen bekamen die Leistungsträger von Goree über Greer bis Thomas und Hamilton eine Pause und feuerten ihre Kollegen vergnügt an. Am Ende gewann unser Team diese Begegnung mit 94:55 haushoch und absolut verdient.

Phantoms laufen hinterher

Dieser Höhenflug schien den Phantoms aber nicht gut bekommen zu sein. Nur zwei Tage später kassierten sie im Heimspiel gegen Hagen eine unerwartete Niederlage. Eigentlich hatten die Zuschauer am Geburtstag von Kapitän Nils Mittmann wieder einen souveränen Sieg eingeplant. Umso mehr rieben sich die Fans verwundert die Augen, als sie sahen, dass die Gäste aus Hagen das Tempo bestimmten.

Dabei warnte Machowski nach der Begegnung gegen Weißenfels sein Team noch mit den Worten: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ Aber Hamilton, Duvnjak und Kollegen starteten zu sorglos und mit zu wenig Intensität in diese Partie, weshalb sie sogleich in Rückstand gerieten. Die Guards der Gäste drückten dem Spiel ihren Stempel auf und waren kaum zu kontrollieren. Immer wieder zogen Dorris und Pryor in die Zone der Phantoms, um entweder selber zu treffen oder für einen Mitspieler aufzulegen. Gerade in der Anfangsphase war es der Forward der Hagener, Zygimantas Jonusas, der immer wieder den Pass erhielt und eiskalt von der Dreipunktelinie verwandelte. Zum Ende des ersten Viertels hatte er bereits 19 Punkte auf seinem Konto.

Aber es war eben nicht nur Jonusas, der unserer Mannschaft Kopfzerbrechen bereitete. Generell schien das Spiel der Gäste an diesem Tag einfach zu schnell für Goree, Visser und Co. zu sein. Hatte unser Team gerade einen Angriff erfolgreich abgeschlossen, lief schon der Gegenangriff der Hagener, und die Phantoms rannten meistens nur hinterher. Der Rückstand betrug zwischenzeitlich schon 17 Punkte. Aber bis zur Halbzeit konnte sich unser Team wieder heranarbeiten und immerhin auf zehn Zähler verkürzen.

Die Chance, das Spiel jetzt noch drehen zu können, verpuffte allerdings schnell wieder. Zwar fanden Hamilton und Greer jetzt häufiger Cain und Goree in der Zone. Aber jedes Mal, wenn sie punkteten, hatte die Mannschaft von Ingo Freyer die bessere Antwort parat. So versenkte nun Jacob Burtschi einen Dreier nach dem anderen und sammelte dazu noch ordentlich Rebounds ein. Zudem forcierte Dorris seinen Zug zum Korb und traf – viel zu oft.

35 Punkte im letzten Viertel reichen nicht

Als der Gegner wieder auf 18 Zähler davongeeilt war, zeigte unsere Mannschaft plötzlich, was sie wirklich leisten kann. 35 Punkte erzielten die Phantoms allein im letzten Viertel. Der „Energizer“ kam insgesamt sogar auf 28 Zähler – so viele, wie noch nie in seiner Profi-Karriere. Aber es war zu spät und reichte einfach nicht mehr, um die Hagener noch abzufangen.

Schlussendlich verlor unser Team dieses Spiel mit 92:101. Die Dreierquote der Hagener von 61 Prozent, das deutlich verlorene Rebound-Duell (22:34) und eine unzureichende Defensivleistung sorgten für diese Niederlage. Besonders ärgerlich: alle direkten Konkurrenten um einen Playoff-Platz verloren ebenfalls, so dass ein Sieg der Phantoms gegen Hagen fast den sicheren Einzug in die Meisterschaftsrunde bedeutet hätte. Jetzt müssen Duvnjak, Mittmann und Co. bestmöglich in Ludwigsburg gewinnen, um einen Krimi zum Saisonende zu vermeiden. Aber der nächste Gegner spielt auch noch um einen Playoff-Platz und wird daher mehr als bereit sein. Bleibt also zu hoffen, dass unser Team an die Leistung vom Top Four anknüpfen kann. Dann sollte man auch im Süden gewinnen können.

Für die Phantoms punkteten: Thomas 15 (MBC)/9 (Hagen), Hamilton 15/17, Greer 7/16, Cain 10/28, Visser 12/4, Goree 2/16, Duvnjak 5/-, Mittmann 8/-, Schneiders 4/2, Noch 10/nicht gespielt, ElDomiaty 6/nicht gespielt.

Scouting MBC
Scouting Hagen

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