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Phantoms ziehen in die Pokalrunde ein!

Written By: fb on Januar 9, 2012 No Comment

Es wirkt immer wie ein Schlag ins Gesicht, wenn ein Team verletzungsbedingt auf seinen Top-Scorer verzichten muss. Nicht zuletzt deshalb bezeichnete Oliver Braun, Sportdirektor der New Yorker Phantoms, die Verletzung von Rich Melzer auch als “Katastrophe”. Dabei ging es Braun nicht darum, dass Rich in der wichtigen Begegnung gegen Bayreuth fehlen würde. Es ging ihm viel mehr darum, dass der Kämpfer und Wühler unter den Körben vermutlich mindestens sechs Wochen ausfallen wird, wenn nicht sogar noch länger. Und genau deshalb forderte er sein Team dazu auf, für den verletzten Top-Scorer in die Bresche zu springen.

Gesagt, erhofft, getan! Als wäre es das Normalste der Welt zelebrierte unser Team im Spiel gegen Bayreuth Basketball nach nahezu allen Regeln der Kunst. Kyle Visser, IMac und Co. zeigten ihr bis dato bestes Heimspiel der Saison und ließen es dabei regelmäßig krachen. Besonders erfreulich war zudem, dass Stephen Dennis nach harter Kritik an seinen letzten Leistungen wieder engagiert und motiviert wirkte und zum zweit besten Punktesammler der Partie avancierte. Insgesamt war es aber eine überzeugende Teamleistung, bei der jeder Spieler wirklich 100 Prozent gegeben und somit zu dem wichtigen Sieg beigetragen hat.

Zu Beginn der zunächst engen Partie taten sich unsere Phantoms allerdings etwas schwer, ihren Rhythmus zu finden. Die Bayreuther verteidigten aggressiv und standen LaMarr Greer, Branko Jorovic und Kollegen regelrecht auf den Füßen. Erst nach sieben gespielten Minuten gelang unserer Mannschaft nach Freiwürfen von IMac die 9:7-Führung. Dafür war ab diesem Zeitpunkt der Knoten aber auch geplatzt. Jetzt agierte unsere Mannschaft bissiger. Dank einer insgesamt guten Verteidigung zwangen die Phantoms die Gäste immer häufiger zu Ballverlusten. Unser Team nutzte die Ballgewinne und spielte fastbreaks (Schnellangriffe) heraus, woraus einfache Punkte resultierten. Hinzu kamen tolle Kombinationen zwischen den Guards und Center Kyle, der das Viertel mit einem Korbleger zur 19:9-Führung abschloss.

Genau in diesem Stil machten Nils Mittmann und Co. im zweiten Viertel weiter. Es flutschte förmlich und sowohl Stephen wie auch Kyle konnten regelmäßig tolle Anspiele verwerten. Dementsprechend dauerte es auch nicht lange, bis sie die Führung auf insgesamt 17 Punkte ausgebaut hatten (28:11 nach 2.5 Minuten im zweiten Viertel). Aber die Bayreuther zeigten, was sie in den letzten Wochen stark gemacht hatte und kämpften sich Stück für Stück ins Spiel zurück. Jetzt verteidigten sie wieder besser, sammelten wichtige Rebounds und nutzten ihre Chancen. Weil die Phantoms zudem in sieben Minuten nur noch acht Punkte erzielten, konnten die Gäste den Rückstand zum Ende es Spielabschnitts wieder auf neun Punkte verkürzen (36:27).

Nach der Pause brauchte unser Team einen kurzen Moment, bis es wieder vollkommen fokussiert war. Am schnellsten gelang dies Michael Umeh. Der zeigte sich jetzt sehr präsent und markierte acht Zähler in Folge für seine Farben. Die Phantoms dominierten jetzt wieder die Partie und verstanden es erneut, sich deutlich abzusetzen. Jeder Spieler hatte daran seinen Anteil, entweder durch Assists, Ballgewinne, Rebounds oder Korberfolge. Die Mannschaft präsentierte sich leidenschaftlich, emotional und willensstark. Und spätestens als Nick Schneiders dem Ball hinterher hechtete und Kapitän Nils mit einem krachenden Tip-In-Dunking vollstreckte, war auch der letzte Zuschauer voller Begeisterung von seinem Sitz aufgesprungen.

Der Vorsprung zum Ende des dritten Viertels betrug trotz des guten Spiels nur noch acht Zähler – was “Kulle” jedoch schnell in der ersten Minute des letzten Durchgangs korrigierte. Sein erfolgreicher Dreipunktewurf war der Startschuss für einen 9:0-Lauf. Und der nun entstandene Rückstand war von den Bayreuthern nicht mehr wettzumachen. Nick verwandelte ein Zuspiel von Michael. LaMarr traf einen Dreipunktewurf. Stephen netzte für zwei Zähler ein und so weiter. Das Spiel war gelaufen, Bayreuth am Ende deutlich besiegt (77:62) und die Pokalqualifikation geschafft!

Jetzt gilt es jedoch, die Auslosung abzuwarten, die am 21. Januar während des All Star Day stattfindet. Dabei bleibt zu hoffen, dass unser Team ein Heimspiel zugelost wird, bei dem wir die Mannschaft lautstark unterstützen können und so ins Top Four treiben. Die qualifizierten Mannschaften, auf die die Phantoms im Viertelfinale treffen können sind:
Brose Baskets Bamberg, ratiopharm Ulm, ALBA Berlin, Artland Dragons und EWE Baskets Oldenburg. Der Ausrichter des Top Four Bonn ist automatisch für die Pokalendrunde gesetzt.

Scouting zum Spiel

Pressekonferenz

Galerie zum Spiel

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