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Sieg und Niederlage innerhalb von drei Tagen

Written By: fb on Februar 18, 2011 No Comment

Die Reise nach Bamberg haben wohl weder die Phantoms noch die Fans mit dem Gefühl angetreten, dass man dort auf jeden Fall siegen würde. Sicher, wir alle glaubten an eine Chance zu gewinnen. Denn im Heimspiel hatte unser Team nur knapp gegen den Tabellenführer verloren. Und wenn alle Spieler eine gute Leistung würden abrufen können, dann wäre in jedem Fall was drin – auch auswärts – so der eigentliche Tenor auf der Hinfahrt.

Aber wir alle wussten natürlich auch, dass es mehr als schwierig werden würde. Die Bamberger hatten zu Hause Berlin mit einer 50-Punkte-Differenz im wahrsten Sinne “abgeschossen”. Auch Oldenburg kam dort mit -40 Punkten unter die Räder. Insofern waren alle gewarnt.

Mittmann und Kollegen starteten sehr fokussiert in das erste Viertel. Die Mannschaft versuchte vor allem, Marcus Goree immer wieder in Szene zu setzen, was auch gelang. Und als Jason Cain dann von der Bank kommend fünf Zähler in Folge markierte, lagen unsere Phantoms mit 10:9 in Führung. Der Bamberger Trainer Chris Fleming reagierte umgehend und nahm eine Auszeit – die ihre Wirkung zeigte: Der Gastgeber legte einen 14:0-Lauf aufs Parkett! Und unser Team schien zu verzweifeln.

Es war vor allem der sehr starken Bamberger Verteidigung geschuldet, dass offensiv bei unserer Mannschaft in dieser Phase nicht mehr viel zusammenlief. Brandon Thomas und LaMarr Greer wurden gut abgeschirmt und bekamen kaum freie Würfe. Aber auch unter dem Korb machten die Bamberger dicht und ließen ein Insidegame kaum noch zu. Und so gingen die ersten zehn Minuten klar mit 23:11 an den Tabellenführer.

In der Folge rappelten sich Hamilton, Visser und Co. wieder ein wenig. Und es gelang ihnen im Fortlauf des Spiels mehrere Male, den Abstand wieder bis auf sechs oder gar fünf Zähler zu verkürzen. Die Bamberger Zuschauer fühlten sich auch gut unterhalten und sprachen sogar von einer “spannenden” Partie, auch wenn die Brose Baskets in den meisten Phasen überlegen schienen. Aber jedes Mal, wenn unser Team sich wieder herangekämpft hatte, folgten individuelle Fehler, wie Pässe ins Nichts, vermeintlich leichte vergebene Korbleger etc. Und so war es dann auch bis zum Schluss nicht möglich, dieses Spiel noch zu den eigenen Gunsten zu drehen.

Die Chance wäre da gewesen. Dafür hätten allerdings alle Phantoms-Spieler auf Top-Niveau spielen müssen. Schwierige Würfe hätten ihr Ziel finden müssen, der Spielaufbau hätte im Allgemeinen besser funktionieren müssen und vor allem hätte man mehr Kapital aus der Rebound-Überlegenheit schöpfen müssen. Allein 17 Offensiv-Abpraller sicherten sich die Phantoms, konnten aber ihre zweiten Chancen zu selten in Punkte umsetzen.

Schlussendlich verlor unsere Mannschaft mit 55:68 gegen ein Team, das derzeit in der Liga wirklich das Maß aller Dinge zu sein scheint. Die Bamberger konnten bis dato nur ein Spiel verlieren und das gegen das Tabellenschlusslicht aus Düsseldorf. Und genau auf dieses Team trafen die Phantoms nur drei Tage später (16.02.) auf heimischen Parkett.

Phantoms gewinnen “Kopfspiel”

Wenn man gegen den Letzten der Liga antreten muss, dann erwarten fast alle einen klaren Sieg. Zumal die Phantoms ja derzeit auch auf Platz fünf der Tabelle stehen. Wie schwierig es jedoch ist, vor allem gegen so ein Team zu bestehen und fokussiert und voll motiviert aufzutreten, veranschaulichte die Begegnung gegen die Düsseldorfer geradezu exemplarisch. Denn das Spiel unserer Mannschaft wirkte zunächst überheblich, dann flegmatisch und lethargisch bevor es auch noch statisch wurde. Mit anderen Worten: Es war weder schön, noch richtig erfolgreich, was die Phantoms auf dem Parkett ablieferten.

Zugegeben, die Düsseldorfer Verteidigung war gut. Die zunächst von Coach Murat Didin geforderte Mann-Mann-Verteidigung ließ Skinn, Thomas und Co. wenig Platz zur Entfaltung. Aber der Ball lief auch schlicht und ergreifend zu langsam, um dieser Defense etwas entgegensetzen zu können. Und weil das Tempo nicht hoch genug war, konnten die Phantoms das Spiel auch nicht entzerren. Dadurch fand sich nur selten ein Weg durch die Zone, weshalb das System unserer Mannschaft vornehmlich darin bestand, den Ball um die Zone herum zu passen und dann von draußen zu schießen. Dies hätte ja erfolgreich sein können, aber eben auch nur dann, wenn die Distanzwürfe fallen. Und das war nicht der Fall.

Als “Trainerfuchs” Didin, wie Sebastian Machowski ihn anschließend auf der Pressekonferenz bezeichnete, dann auf eine Zonen-Verteidigung umstellte, als sich die Phantoms gerade mit der Mann-Mann-Defense zurecht gefunden hatten, kamen Schneiders und Kollegen wieder in Schwierigkeiten. Zur Halbzeit führte unser Team mit nur 27:26 und wurde teilweise mit Pfiffen in die Umkleidekabine begleitet.

In der Pause muss es ordentlich laut geworden sein, denn unsere Mannschaft kam ambitionierter zurück auf das Spielfeld. Ein paar gute Steals von Kevin Hamilton ermöglichten den Phantoms einfache Punkte. Und es dauerte nicht lange, da hatten sich die Phantoms einen Zehn-Punkte-Vorsprung erspielt. In dieser Phase lief viel über Nick Schneiders, der ein starkes Spiel machte und mit seinen Dunkings nicht nur das Publikum versöhnte sondern auch seine Kollegen mitriss. Er setzte Zeichen, und das war auch nötig!

Leider vermochten es Thomas, Goree und Co. noch nicht, diesen Vorsprung zu behaupten und gaben ihn bis zum Ende des dritten Viertels wieder her. Aber nun wieder vermehrt von den Zuschauern unterstützt, gelang es ihnen erneut, im letzten Spielabschnitt davon zu ziehen. Mit 22:7 entschieden die Phantoms das Viertel für sich – obwohl sich der neben Marcus Goree beste Spieler Nick Schneiders noch verletzte. Was zunächst gar nicht gut aussah und bei vielen Fans bestürzte Gesichter hervorrief, entpuppte sich im Nachhinein “nur” als Zerrung des Knieinnenbandes. Zwar wird Schneiders erst einmal pausieren müssen, aber letztendlich hat er und das Team Glück gehabt, dass keine Bänder gerissen sind.

Die New Yorker Phantoms gewinnen also gegen den Tabellenletzten aus Düsseldorf mit 66:51 und müssen sich nun auf das nächste schwere Spiel am Sonntag (20.02) vorbereiten. Dann geht es schon gegen den Zweiten der Liga, die Skyliners aus Frankfurt. In dieser Begegnung wird die Mannschaft anders auftreten müssen, will man eine Chance gegen die starken Hessen um ihren Spielmacher und Topscorer der Liga DaShaun Wood haben. Aber wie das immer so ist: Je stärker der Gegner, um so besser meistens auch die eigene Leistung!!!

Für die Phantoms punkteten:

In Bamberg: Goree 17, Skinn 12, Cain 7, Visser 6, Hamilton 6, Thomas 4, Greer 3, Schneiders, Mittmann.

Gg. Düsseldorf: Goree 15, Schneiders 12, Skinn 11, Cain 8, Greer 7, Hamilton 5, Thomas 4, Duvnjak 2, Noch 2, Mittmann, ElDomiaty, Theis.

Impressionen zu den Spielen gibt’s HIER!!!

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